Warum ich ein kleines Trostpflaster aktuell sehr nötig habe? Zur Zeit habe ich ein circa zweieinhalb jähriges Wutmonster in meinen vier Wänden, was einfach immer wieder vor sich hin tobt und selbst nicht so recht mit seiner Wut weiß wohin. Da gerate ich schon auch mal an meine Grenzen. Dann lief ich vor kurzem in einem Buchladen an dem Titel „Gelassen durch die Trotzphase“ vorbei. Normalerweise halte ich nicht viel von Kinder Ratgebern, aber an dem Titel konnte ich nicht vorbeigehen. Wenigstens ab und zu mal hineinschauen und für die eine oder andere Situation eine Idee bekommen, wie man sich am Besten verhält.

Heute fiel mir das Buch wieder in die Hand und ich hab einen süßen Text gefunden, den ich mit Euch teilen möchte. Es ist ein kleines Trostpflaster für all die Wutmonster geplagten Eltern.

„Hab mich lieb, so wie ich bin, und zeige mir das auch! Ich brauche es, dass du mich toll findest und froh bist, dass ich da bin. Ich brauche das ganz besonders dringend, wenn ich gerade nicht so ein Superkind bin. Wenn ich mit zweieinhalb Jahren noch nicht sprechen kann. Wenn ich in der Krabbelgruppe nur auf deinem Schoß sitze und gar nichts mitmache. Wenn ich immer anfange zu weinen, wenn ich nicht bei dir sein kann. Oder wenn ich einen Wutanfall kriege, weil mir etwas nicht gelingt oder weil ich irgendetwas nicht haben darf. Ich weiß ja selbst, dass ich manchmal total nerve. Aber das ist nicht persönlich. Ich mache das nicht, um dich zu ärgern. Ich brauche das zum Lernen. Es ist übrigens gar nicht so schlimm, wenn du manchmal schlechte Laune hast oder auch mal laut wirst. Wenn ich immer sicher sein kann, dass du mich richtig lieb hast, ist bald alles wieder gut.“

Jetzt würde ich mich am Liebsten auf der Stelle zu meinem kleinen Monster ins Zimmer schleichen, mich zu ihm legen und ihn einfach nur Knuddeln. In diesem Sinne, gute Nacht!